Kwangchul Youn

Kwangchul Youn ist heute einer der am meisten gefragten Bässe auf den internationalen Opern- und Konzertbühnen.

Nach Kwangchul Youns Wiedereinladung zu den Bayreuther Festspielen im Sommer 2009 für Gurnemanz (»Parsifal«), Fasolt (»Das Rheingold«) und Hunding (»Die Walküre«) sowie der Wiedereinladung an die Wiener Staatsoper für Méphistophélès (»Faust«) wird er an der Staatsoper Unter den Linden neben seinem Debüt als Fiesco in »Simon Boccanegra« als Heinrich der Vogler (»Lohengrin«) zu erleben sein. Es folgen König Marke (»Tristan und Isolde«) am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Landgraf Hermann (»Tannhäuser «) am Teatro Regio in Turin, Ramphis (»Aida«) am Royal Opera House Covent Garden in London sowie König Philipp (»Don Carlo«) an der Oper Frankfurt.

Mit dem Orchester des Teatro alla Scala di Milano führt er unter Daniel Barenboim u. a. Verdis »Messa da Requiem« in Mailand und Paris auf. Weitere Konzerte führen Kwangchul Youn zum Orchester der Accademia Santa Cecilia nach Rom (mit Beethovens 9. Sinfonie), sowie mit Mahlers 8. Sinfonie mit dem RSO Wien unter Bertrand de Billy in das Konzerthaus Wien.

Der gebürtige Koreaner war von 1994 bis 2004 festes Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden, mit der er auch weiterhin verbunden ist. Dort war er u. a. in »Aida«, »La bohème«, »Don Carlo«, »Don Giovanni«, »Elektra«, »Fidelio«, »Le nozze di Figaro«, »Die Meistersinger von Nürnberg«, »Parsifal«, »Robert le diable«, »Tannhäuser«, »Tristan und Isolde« und in »Die Zauberflöte « zu erleben.

Einladungen folgte er u. a. an das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, an das Staatstheater Karlsruhe, an die Opéra National de Paris und das Pariser Théâtre du Châtelet, zur RuhrTriennale, an die Wiener Staatsoper und zum KlangBogen Festival. Weitere Engagements führten ihn zu international beachteten Festspielen wie den Dresdner Musikfestspielen, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Salzburger Festspielen, zum amerikanischen Ravinia Festival und regelmäßig zu den Bayreuther Festspielen. In der Spielzeit 2004/05 gab Kwangchul Youn ein grandioses Debüt an der Metropolitan Opera New York sowie am Teatro Real in Madrid und an der Washington Opera. Neben seinen Verpflichtungen an der Staatsoper Berlin kehrte Kwangchul Youn in der Saison 2005/06 zurück an die Wiener Staatsoper, an die Metropolitan Opera, an das Wiener Konzerthaus und debütierte in Valencia. Im Sommer 2006 führten ihn weitere Engagements zu den Bayreuther Festspielen. In der Saison 2006/07 kehrte Kwangchul Youn mit »Les Troyens« und »Lucia di Lammermoor« an die Pariser Opéra Nationale und mit »Tristan und Isolde« an die Berliner Staatsoper zurück. Des Weiteren hat Kwangchul Youn im Konzerthaus Wien in der konzertanten Fassung von »Anna Bolena« mit dem RSO Wien unter Bertrand de Billy mitgewirkt. Im Mai 2007 gab Kwangchul Youn sein Debüt in Bilbao (»Die Zauberflöte« mit dem Ensemble Matheus unter Jean Francois Spinosi), danach war er in »Don Carlo« an der Staatsoper Berlin zu sehen. »Lohengrin« führte ihn erneut an die Wiener Staatsoper, im Sommer 2007 kehrte er erneut zu den Bayreuther Festspielen zurück.

Die Saison 2007/08 beinhaltete Kwangchul Youns Debüt an der Oper Frankfurt (»Don Carlo«) sowie seine Rückkehr an die Opéra Bastille in Paris (»Luisa Miller«) und an die Wiener Staatsoper (»Lohengrin«). Konzertante Aufführungen von »Les Troyens« führten ihn erstmals zum Boston Symphony Orchestra unter James Levine.

Im Sommer 2008 war Kwangchul Youn ein weiteres Mal bei den Bayreuther Festspielen mit seinem Rollendebüt als Gurnemanz (»Parsifal«) sowie als Fasolt (»Das Rheingold«) und Hunding (»Die Walküre«) zu erleben. Die Spielzeit 2008/09 beinhaltete Kwangchul Youns Rückkehr an die Wiener Staatsoper mit seinem Rollendebüt als Méphistophélès (»Faust«), zudem war er erneut an der Metropolitan Opera New York zu hören (König Marke in »Tristan und Isolde«, Komtur in »Don Giovanni«, Ferrando in »Il trovatore« und Sparafucile in »Rigoletto«) sowie an der Berliner Staatsoper als Heinrich der Vogler in »Lohengrin«. Mit dieser Partie gab Kwangchul Youn überdies sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London. Neben seiner Operntätigkeit tritt Kwangchul Youn kontinuierlich als Konzertsänger auf und gastierte u. a. mit dem VARA Radio Amsterdam, mit dem Orchesta Simfònica de Barcelona, in Berlin mit den Berliner Philharmonikern, dem RIAS Kammerchor, dem Rundfunk Sinfonieorchester sowie mit dem Rundfunkchor und der Singakademie, in Bonn, beim Chicago Symphony Orchestra, beim Maggio Fiorentino in Florenz, in Köln, mit der Gulbenkian Foundation Lissabon, in Lyon, mit den Münchner Philharmonikern, in Monte Carlo mit dem Orchestre Philharmonique, bei der Accademia Santa Cecilia in Rom, bei den Salzburger Osterfestspielen, beim Orchesta Sinfónica de Valencia, am Teatro La Fenice in Venedig, am Theater an der Wien, am Wiener Musikverein und Wiener Konzerthaus.

Mittlerweile widmet er sich auch erfolgreich mit seinem Klavierpartner Helmut Oertel dem Liedgesang.

Er hat in CD-Produktionen wie der Aufnahme der »Meistersinger von Nürnberg « von den Bayreuther Festspielen unter Daniel Barenboim (Teldec) mitgewirkt, bei Telemanns »Croesus« unter René Jacobs (harmonia mundi), bei »Fidelio« (Teldec), ebenfalls unter Daniel Barenboim sowie bei Einspielungen von »Le nozze di Figaro«, »Così fan tutte«, »Don Giovanni« und Eugen d’Alberts »Tiefland« unter Bertrand de Billy (Arte Nova). Darüber hinaus wirkte er bei einer Aufnahme von Strauss’ »Daphne« mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Semyon Bychkov (Decca) mit, die als beste Opernproduktion bei den Grammy Awards 2006 nominiert wurde.
 
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