Alexander Vinogradov

Der in Berlin lebende Bassist Alexander Vinogradov wurde 1976 in Moskau geboren. Frühzeitig erhielt er Klavierunterricht, später spielte er auch Klarinette. Trotz seiner musikalischen Neigungen studierte er zunächst Physik und Mathematik, bevor er sich für ein Gesangstudium am Moskauer Konservatorium entschied. Noch während seines Studiums wurde er an das Moskauer Bolschoi-Theater als festes Ensemblemitglied engagiert und gab im Alter von 21 Jahren sein Operndebüt als Oroveso in Bellinis »Norma«. An der Berliner Staatsoper Unter den Linden war er im Laufe der Jahre in einer Vielzahl von Rollen zu hören, u. a. als Figaro (»Le nozze di Figaro«), Sarastro (»Die Zauberflöte«), Escamillo (»Carmen«), Leporello (»Don Giovanni «), Pimen (»Boris Godunow«), Colline (»La bohème«), Don Basilio (»Il barbiere di Siviglia«), Banquo (»Macbeth«), Selim (»Il turco in Italia«), Timur (»Turandot«), Padre Guardiano (»La forza del destino«) sowie Oroveso (»Norma«).

Darüber hinaus sang er Conte Walter (»Luisa Miller«), Truffaldino (»Ariadne auf Naxos«) und Colline an der Opéra National de Paris, Ramfis (»Aida«) und Don Basilio in Bordeaux, Conte Walter am Teatro La Fenice in Venedig, Figaro beim Ravinia Festival, Salieri (»Mozart und Salieri«) am Théâtre du Châtelet in Paris, Colline am Royal Opera House Covent Garden London und beim Santa Fe Festival, Leporello in Valencia, Daland (»Der fliegende Holländer«) und den Mönch (»Don Carlo«) am Teatro Real Madrid, Chelio (»Die Liebe zu den drei Orangen«) in Genua, Escamillo in Moskau, Dresden, Washington, Caracas und Tokyo.

Neben seinen Opernauftritten entfaltet der junge Bassist eine intensive Konzerttätigkeit, so u. a. mit Aufführungen von Beethovens »Missa solemnis « mit dem Chicago Symphony Orchestra und dem Bach-Collegium Stuttgart, Beethovens »9. Sinfonie« in Madrid, Lissabon und Turin, Verdis »Messa da Requiem« mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und beim Verdi Festival in Parma, Mussorgskys »Lieder und Tänze des Todes« an der Opéra de Lyon sowie in Konzerten mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem London Philharmonic Orchestra, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra und dem Baltimore Philharmonic Orchestra. Ebenfalls widmet er sich dem Liedrepertoire mit Pianisten wie Nikolai Petrov, Semjon Skigin und Elena Bashkirova.

Alexander Vinogradov arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Lorin Maazel, Kent Nagano, Helmuth Rilling, Yuri Temirkanov, Vladimir Jurowski, Michail Jurowski, Mariss Jansons, Lawrence Foster, Myung-Wung Chung, Simone Young, Michael Gielen, Philippe Jordan, Gustavo Dudamel, Valery Gergiev und Plácido Domingo zusammen.

Zu Alexander Vinogradovs künftigen Plänen zählen Aufführungen von Schostakowitschs »Sinfonie Nr. 14« und dessen Michelangelo-Liedern mit dem RAI-Orchester in Turin, Figaro in Tokyo, Escamillo am Teatro alla Scala Mailand, Skuratov in Rimski-Korsakows »Die Zarenbraut« am Royal Opera House Covent Garden, Don Basilio und Escamillo an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, Timur in Sevilla und Raimondo in »Lucia di Lammermoor« in Washington.

Zudem unterrichtet Alexander Vinogradov Gesang an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin.
 
Fr 10 Sep 2010 | 19.00 Uhr

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