Agrippina
Conductor
Director
Set Designer
Costume Designer
Light Designer
Dramaturgy
Francis Hüsers
Agrippina
Claudio
Nerone
Poppea
Ottone
Pallante
Narciso
Lesbo
| 04 Feb 2010 | | 18.30 h | > Premiere |
| 07 Feb 2010 | | 18.00 h | |
| 09 Feb 2010 | | 18.30 h | |
| 12 Feb 2010 | | 18.30 h | |
| 14 Feb 2010 | | 18.00 h | > for the last time this season |
Duration 4 h - 1 interval
The premiere will be broadcast on rbb Kulturradio on the 7th of February from 7:30 pm to midnight.
Lectures and discussions will be held in German
LECTURE
Silke Leopold,
31 Jan 2010, 11 am, Orchesterprobesaal more
VORWORT
Pre-performance lecture, 30 minutes prior to each performance
NACHGEFRAGT
Panel discussion on the new production 7 February 2010 after the performance, Apollo-Saal
The premiere will be broadcast on rbb Kulturradio on the 7th of February from 7:30 pm to midnight.
Lectures and discussions will be held in German
LECTURE
Silke Leopold,
31 Jan 2010, 11 am, Orchesterprobesaal more
VORWORT
Pre-performance lecture, 30 minutes prior to each performance
NACHGEFRAGT
Panel discussion on the new production 7 February 2010 after the performance, Apollo-Saal
Agrippina, Kaiserin Roms und Königin von Heuchelei und Intrige, so könnte man die Titelfigur von Händels zweiter italienischer Oper aus dem Jahre 1709 nennen. Denn Agrippina, verheiratet mit Kaiser Claudius (Claudio), versucht alles, um ihren Sohn Nero (Nerone) aus erster Ehe auf den römischen Thron zu bringen. Als Gegenspielerin tritt dabei die schöne Poppea auf, die Geliebte des Feldherrn Otho (Ottone), in deren Schlafzimmer buchstäblich die Fäden zusammenlaufen, da sie als Objekt der Begierde aller um die Herrschaft konkurrierender Männer im Zentrum der Intrigen steht. Am Ende werden durch Claudius alle Wünsche freiwillig erfüllt: Agrippina sieht ihren Sohn Nero auf dem Thron, und Poppea und Otho können heiraten.
Das mit intelligentem Witz, Situationskomik und einem spannenden Plot ausgestattete Libretto des in habsburgischen Diensten stehenden Kardinals Grimani, das auch als Satire auf die Hofhaltung von Papst Clemens XI. gemeint gewesen sein könnte, setzt die Tradition der venezianischen Oper des 17. Jahrhunderts fort. Sinnigerweise benutzt es dafür den historisch überlieferten Stoff um die Abdankung des römischen Kaisers Claudius und die Thronbesteigung Neros im Jahre 54 n. Chr., der die Vorgeschichte zu der in Monteverdis letzter Oper »L‘ incoronazione di Poppea« (Die Krönung der Poppea) von 1643 erzählten Handlung bildet.
Dem 24jährigen Händel gelang mit seinem Dramma per musica »Agrippina« ein eindrücklicher Nachweis seiner Fähigkeiten als Opernkomponist. Die lebhaften, manchmal sogar tanzartigen Arien kommen dabei ebenfalls der venezianischen Tradition entgegen und bieten mit instrumentaler wie vokaler Virtuosität eine kontrastreiche Palette der Musik Händels. Die melodischen Einfälle zur Darstellung der Affekte reichen dabei von der Verwendung eines einfachen Volksliedtons bis zum Belcanto.
Mit Händels »Agrippina« setzt die Staatsoper Unter den Linden die lang bewährte CADENZA-Reihe der Barockopernproduktionen unter der Leitung von Rene Jacobs mit Spezialorchestern wie der Berliner Akademie für Alte Musik fort. Der franzosische Regisseur Vincent Boussard, der nicht zuletzt durch zahlreiche Inszenierungen von Barockopern international Beachtung gefunden hat, wird dabei mit Vincent Lemaire als Bühnenbildner und dem Modedesigner Christian Lacroix als Kostümbildner zum ersten Mal an der Staatsoper Unter den Linden arbeiten.
Das mit intelligentem Witz, Situationskomik und einem spannenden Plot ausgestattete Libretto des in habsburgischen Diensten stehenden Kardinals Grimani, das auch als Satire auf die Hofhaltung von Papst Clemens XI. gemeint gewesen sein könnte, setzt die Tradition der venezianischen Oper des 17. Jahrhunderts fort. Sinnigerweise benutzt es dafür den historisch überlieferten Stoff um die Abdankung des römischen Kaisers Claudius und die Thronbesteigung Neros im Jahre 54 n. Chr., der die Vorgeschichte zu der in Monteverdis letzter Oper »L‘ incoronazione di Poppea« (Die Krönung der Poppea) von 1643 erzählten Handlung bildet.
Dem 24jährigen Händel gelang mit seinem Dramma per musica »Agrippina« ein eindrücklicher Nachweis seiner Fähigkeiten als Opernkomponist. Die lebhaften, manchmal sogar tanzartigen Arien kommen dabei ebenfalls der venezianischen Tradition entgegen und bieten mit instrumentaler wie vokaler Virtuosität eine kontrastreiche Palette der Musik Händels. Die melodischen Einfälle zur Darstellung der Affekte reichen dabei von der Verwendung eines einfachen Volksliedtons bis zum Belcanto.
Mit Händels »Agrippina« setzt die Staatsoper Unter den Linden die lang bewährte CADENZA-Reihe der Barockopernproduktionen unter der Leitung von Rene Jacobs mit Spezialorchestern wie der Berliner Akademie für Alte Musik fort. Der franzosische Regisseur Vincent Boussard, der nicht zuletzt durch zahlreiche Inszenierungen von Barockopern international Beachtung gefunden hat, wird dabei mit Vincent Lemaire als Bühnenbildner und dem Modedesigner Christian Lacroix als Kostümbildner zum ersten Mal an der Staatsoper Unter den Linden arbeiten.




